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HPLC-Chromatographie

Die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) ist eine leistungsstarke Analysetechnik zur Trennung, Identifizierung und Quantifizierung einzelner Komponenten in einer komplexen Flüssigkeitsmischung. Während Techniken wie die Gelelektrophorese auf der Molekülgröße basieren, verwendet HPLC einen Flüssigkeitsstrom, um eine Probe durch eine spezielle Säule zu drücken und dabei Verbindungen basierend auf ihren chemischen Wechselwirkungen mit dem Säulenmaterial zu trennen. Es ist der Goldstandard für die Qualitätskontrolle in der Arzneimittelindustrie, Umweltüberwachung und Lebensmittelsicherheit.

Wie HPLC funktioniert

Diagramm eines HPLC-Systems.

Um eine solch hohe Präzision zu erreichen, folgt das System einem streng kontrollierten Weg durch mehrere Spezialteile:

  1. Mobile-Phase-Reservoir

Diese Flaschen enthalten die Lösungsmittel (die „mobile Phase“), die Ihre Probe durch das System transportieren. Stellen Sie sich das als das flüssige Förderband vor, das alles in Bewegung hält.

  1. Entgaser

Bevor die Flüssigkeit die Pumpe erreicht, durchläuft sie den Entgaser. Dadurch werden gelöste Gase aus den Lösungsmitteln entfernt. Selbst eine winzige Luftblase könnte Druckschwankungen oder „Rauschen“ in Ihren Daten verursachen und das Experiment ruinieren.

  1. Pumpe

Die Pumpe ist das Herzstück des Systems. Es erzeugt einen konstanten, gleichmäßigen Fluss der mobilen Phase unter sehr hohem Druck – oft dem Hundertfachen des Atmosphärendrucks –, um die Flüssigkeit durch die dicht gepackte Säule zu drücken.

  1. Injektor / Autosampler

Hier beginnt die „Magie“. Der Injektor führt ein präzises, winziges Volumen Ihrer Probe in den Hochdruckstrom der mobilen Phase ein.

  1. Säule in einem Ofen

Die Säule ist das „Gehirn“ der Trennung. Im Inneren interagieren die Probenbestandteile mit einem festen Material (der stationären Phase). Einige Komponenten haften länger am Material als andere und verlassen die Säule daher zu unterschiedlichen Zeiten. Der Ofen hält die Temperatur konstant, um die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.

  1. Detektor

Wenn die getrennten Komponenten eine nach der anderen aus der Säule austreten, „sieht“ sie der Detektor. Es erkennt Veränderungen von Eigenschaften wie UV-Lichtabsorption oder Fluoreszenz und sendet ein elektrisches Signal an den Computer.

  1. Datensystem

Ein Computer zeichnet die Signale des Detektors auf und erstellt ein Chromatogramm – ein Diagramm mit Peaks, die jede getrennte Substanz darstellen. Durch die Betrachtung der Höhe und des Zeitpunkts dieser Peaks können Wissenschaftler genau sagen, was sich in der Probe befindet und wie viel davon vorhanden ist.

  1. Abfallbehälter

Sobald die Probe und die mobile Phase den Detektor passiert haben, werden sie zur sicheren Entsorgung in einer Abfallflasche gesammelt.