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Ionenaustauschchromatographie

Die Ionenaustauschchromatographie (IEC) ist eine Trenntechnik, die Ionen und polare Moleküle auf der Grundlage ihrer reversiblen elektrostatischen Wechselwirkungen mit entgegengesetzt geladenen funktionellen Gruppen, die auf einem Harz der stationären Phase immobilisiert sind, trennt. Es wird häufig in der Wasserreinigung, Proteinreinigung und analytischen Chemie eingesetzt.

Prinzip des Ionenaustausches

Die stationäre Phase besteht aus unlöslichen Polymerkügelchen (z. B. Polystyrol oder Agarose), die mit geladenen Gruppen wie Sulfonat (SO3-), quartärem Ammonium (NR4+) oder Carboxylat (COO-) funktionalisiert sind. Kationenaustauscherharze verfügen über negativ geladene Gruppen, die positiv geladene Analyten (Kationen) binden, während Anionenaustauscherharze über positiv geladene Gruppen verfügen, die negativ geladene Analyten (Anionen) binden. Gebundene Ionen werden durch Elution mit einem Puffer verdrängt, der konkurrierende Ionen steigender Konzentration oder sich ändernden pH-Werts enthält.

Harztypen

Ionenaustauscherharze werden nach ihrer Ladung und Stärke klassifiziert. Starke Kationenaustauschharze (SCX) enthalten Sulfonsäuregruppen, die über einen weiten pH-Bereich (pH 1–14) geladen bleiben. Weak Cation Exchange (WCX)-Harze haben Carbonsäuregruppen, die oberhalb eines pH-Werts von 4–5 geladen sind. Harze mit starkem Anionenaustausch (SAX) enthalten quartäre Ammoniumgruppen, die über einen weiten pH-Bereich geladen sind, während Harze mit schwachem Anionenaustausch (WAX) Diethylaminoethylgruppen (DEAE) verwenden, die unter pH 9 geladen sind.

Faktoren, die die Aufbewahrung beeinflussen

Die Aufbewahrung wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Der pH-Wert bestimmt den Ionisierungszustand sowohl des Analyten als auch der funktionellen Gruppen des Harzes. Eine Erhöhung der Ionenstärke durch Salzkonzentration (z. B. NaCl) reduziert elektrostatische Wechselwirkungen und eluiert gebundene Analyten. Niedrigere Flussraten verbessern die Auflösung, erhöhen jedoch die Analysezeit, und die Gesamtzahl der funktionellen Gruppen pro Gramm Harz (Säulenkapazität) bestimmt die maximale Bindungskapazität.

Anwendungen

IEC wird zur Wasserenthärtung und Entionisierung durch Entfernung von Ca2+- und Mg2+-Ionen und Ersatz durch Na+, zur Proteinreinigung auf Basis der Oberflächenladung (häufig als erster Erfassungsschritt), zur Analyse von Aminosäuren und Nukleotiden mit automatisierten Aminosäureanalysatoren und zur Bestimmung ionischer Spezies in Umweltproben wie Nitrat, Phosphat und Sulfat in Wasser verwendet.