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Validierung analytischer Methoden

Bei der Validierung einer Analysemethode handelt es sich um den Prozess des Nachweises, dass ein Analyseverfahren für den beabsichtigten Zweck geeignet ist und stets zuverlässige Ergebnisse liefert. Sie liefert den dokumentierten Nachweis, dass die Leistungsmerkmale der Methode den Anforderungen für die spezifische Analyseanwendung entsprechen. Für alle Analysemethoden, die bei Stabilitätstests, Freigabetests und Reinigungsverifizierungen eingesetzt werden, ist eine Validierung erforderlich.

Was ist Methodenvalidierung?

Durch die Validierung wird festgestellt, dass eine Methode im gesamten vorgesehenen Arbeitsbereich genau, präzise, ​​spezifisch, linear und robust ist. Die getesteten spezifischen Parameter hängen von der Art der Methode ab: Identifizierungstests, Quantifizierung von Verunreinigungen, Testgehalt oder Auflösungstests. ICH Q2 (R1) bietet den international anerkannten Rahmen für die Auswahl und Validierung dieser Parameter.

Regulierungsrahmen

ICH Q2 (R1) klassifiziert analytische Verfahren in Kategorien und legt fest, welche Validierungsmerkmale jeweils gelten. Das USP General Chapter „1225“ und das Europäische Arzneibuch 2.6.XX beschreiben ähnliche Validierungsanforderungen. Aufsichtsbehörden erwarten validierte Methoden für alle registrierten Produkte und können Stabilitätsdaten ablehnen oder Daten veröffentlichen, die mit nicht validierten Methoden generiert wurden.

Validierungsparameter

Zu den wichtigsten Validierungsparametern gehören Genauigkeit (Wiederfindung), Präzision (Wiederholbarkeit und Zwischenpräzision), Spezifität (Fähigkeit, den Analyten eindeutig zu messen), Nachweisgrenze (DL), Quantifizierungsgrenze (QL), Linearität, Bereich und Robustheit. Bei Verunreinigungsmethoden sind DL und QL besonders kritisch. Ein Validierungsprotokoll definiert Akzeptanzkriterien für jeden Parameter, bevor mit der Ausführung begonnen wird.

Anwendungen

Die Methodenvalidierung ist für die Prüfung der Freisetzung von Arzneimittelsubstanzen und Arzneimittelprodukten, für stabilitätsanzeigende Methoden, für die Reinigungsvalidierungstupferanalyse und für In-Prozess-Kontrollmethoden von entscheidender Bedeutung. Kompendialmethoden erfordern eher eine Verifizierung als eine vollständige Validierung, um zu zeigen, dass die Methode im Labor des Benutzers wie erwartet funktioniert. Methodenvalidierungsberichte werden von den Aufsichtsbehörden bei Inspektionen und Anträgen auf Marktzulassung überprüft.

Fazit

Die Validierung analytischer Methoden bietet die Gewissheit, dass Qualitätskontrolldaten die Produktqualität genau widerspiegeln. Eine gründliche Validierung verringert das Risiko von Ergebnissen, die nicht den Spezifikationen entsprechen, behördlichen Beobachtungen und Unterbrechungen der Produktversorgung. Die Investition in robuste Methoden in der Entwicklungsphase zahlt sich über den gesamten kommerziellen Lebenszyklus aus.