Der Weg einer Gewebeprobe vom Operationssaal zum Mikroskop beginnt mit dem Eingang im Histopathologielabor und der systematischen makroskopischen Untersuchung. Jeder nachfolgende Schritt hängt von korrekter Identifikation, Handhabung und Probenahme ab.
Probeneingang und Aktenanlage
Die Probe wird gegen den Begleitschein geprüft. Drei Identifikatoren werden überprüft: Name, Geburtsdatum und Patientennummer. Jede Probe erhält eine eindeutige Aktennummer. Barcode-Etiketten werden auf Anforderung, Probenbehälter und alle nachfolgenden Dokumente aufgeklebt.
Orientierung und Markierung
Die Orientierung ist entscheidend. Große Proben erfordern die Identifikation anatomischer Landmarken. Die Markierung mit farbigen Farbstoffen kennzeichnet spezifische Resektionsränder.
Makroskopische Beschreibung
Die Beschreibung umfasst: Organ/Typ, Seite, Probentyp, Maße, Gewicht, äußere Oberfläche, Schnittfläche und Ränder.
Probenahme und Kapselbeschickung
Repräsentative Schnitte werden für die Prozessierung entnommen. Die Schnitte werden bei 2-4 mm Dicke abgetragen und in beschriftete Gewebekapseln eingelegt.
Sicherheit
Die makroskopische Untersuchung erfolgt in einer belüfteten Zuschneidestation mit Abluft. Persönliche Schutzausrüstung umfasst flüssigkeitsdichten Kittel, schnittfeste Handschuhe, Gesichtsschutz und Atemschutz bei bekannten Infektionsproben.