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Phagen-Display-Rechner

June 6, 2026

Schätzen Sie die theoretische Diversität einer Phagen-Display-Bibliothek aus Transformationsdaten, modellieren Sie die schrittweise Anreicherung während des Biopannings und berechnen Sie die Phagenpartikelkonzentration aus der UV-Absorption. Die Bibliotheksdiversität hängt von der Anzahl unabhängiger Transformanten, der Ligationseffizienz und dem Vektor-Insert-Verhältnis ab. Die Panning-Anreicherung wird durch den Eingangstiter, die Zielkonzentration, die Waschstringenz und die Elutionseffizienz beeinflusst — typische Selektionen erfordern 3–5 Runden, um spezifische Binder aus einem Hintergrund nicht-bindender Phagen anzureichern. Die Phagenpartikelkonzentration wird spektrophotometrisch aus der korrigierten Absorption bei 269 nm und 320 nm bestimmt.

Phage-Display-Rechner

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Über Phagen-Display-Bibliotheken und Panning

Phagen-Display verknüpft das präsentierte Protein (Phänotyp) mit seiner kodierenden DNA (Genotyp) in einem filamentösen Phagenpartikel. Bibliotheken werden durch ihre Diversität charakterisiert — die Anzahl einzigartiger Klone. Eine gute Immun-Antikörper-Bibliothek enthält typischerweise 10^7–10^8 einzigartige Klone, während synthetische oder naive Bibliotheken 10^9–10^11 erreichen können. Die Bibliotheksgröße wird durch die Transformationseffizienz und die Ligationsausbeute begrenzt.

Panning selektiert bindende Klone durch iterative Runden von Target-Exposition, Waschen, Elution und Amplifikation. Jede Runde reichert progressiv hochaffine Binder an. Die Überwachung der Anreicherung durch Verfolgung der Ein- und Ausgangstitter (oder durch polyklonalen Phagen-ELISA) ist entscheidend für die Bestimmung, wann einzelne Klone zur Charakterisierung isoliert werden sollten.

Über die Phagenpartikel-Quantifizierung

Die Phagenpartikelkonzentration kann spektrophotometrisch durch Messung der UV-Absorption einer gereinigten Phagenpräparation bei 269 nm und 320 nm bestimmt werden. Die Korrektur bei 320 nm berücksichtigt die Lichtstreuung durch Phagenpartikel. Die korrigierte Absorption (A269 − A320), multipliziert mit dem Verdünnungsfaktor, ergibt die optische Dichte der Phagenpräparation. Die Virionenkonzentration wird dann mit folgender Formel berechnet:

Virionen/mL = (A269 − A320) × Verdünnung × 6×10^16 / Genomlänge (Basen)

Diese Methode erfordert die Kenntnis der Phagen-Genomlänge, einschließlich eventueller Inserts. Für M13-abgeleitete Phagemidpartikel beträgt eine typische Genomlänge etwa 6400 Basen (Vektor + Insert). Der Standardwert von 6407 Basen entspricht dem Helferphagen M13KO7.