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RT-PCR

Reverse Transkriptions-PCR (RT-PCR) ist eine Technik zum Nachweis und zur Amplifikation von RNA. Es kombiniert zwei Schritte: Reverse Transkription von RNA in komplementäre DNA (cDNA), gefolgt von PCR Amplifikation der cDNA. Dadurch können Wissenschaftler die Genexpression untersuchen und RNA-Viren nachweisen.

Wie RT-PCR funktioniert

  1. RNA-Extraktion

Die Gesamt-RNA wird aus der Probe extrahiert und mit DNase behandelt, um kontaminierende genomische DNA zu entfernen. Die RNA-Qualität und -Konzentration werden vor dem Fortfahren überprüft.

  1. Reverse Transkription

Die RNA wird mit dem Enzym Reverse Transkriptase, Zufallsprimern oder Oligo-dT-Primern und Nukleotiden gemischt. Die Reverse Transkriptase nutzt die RNA als Matrize, um einen komplementären DNA-Strang zu synthetisieren. Die RNA-Matrize wird dann durch RNase H abgebaut, wodurch einzelsträngige cDNA zurückbleibt.

  1. PCR-Amplifikation

Die cDNA wird dann als Vorlage für die Standard-PCR mit genspezifischen Primern verwendet. Die PCR amplifiziert die cDNA und produziert genügend DNA, um sie auf einem Gel sichtbar zu machen oder durch qPCR zu quantifizieren.

  1. Erkennung

Die amplifizierten PCR-Produkte werden mittels Agarose-Gelelektrophorese analysiert. Das Vorhandensein einer Bande in der erwarteten Größe bestätigt, dass die Ziel-RNA in der Originalprobe vorhanden war.

  1. Bewerbungen

RT-PCR wird häufig zur Messung des Genexpressionsniveaus, zum Nachweis von RNA-Viren wie HIV und SARS-CoV-2, zur Validierung von RNA-Sequenzierungsdaten und zur Analyse alternativer Spleiße eingesetzt. In Kombination mit qPCR wird daraus RT-qPCR, was eine Echtzeitquantifizierung von RNA ermöglicht.