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H&E: Formulierung, Chemie und Fehlerbehebung

Hämatoxylin und Eosin (H&E) ist die am weitesten verbreitete Färbung in der Histopathologie. Das Verständnis seiner Chemie, Formulierungsvarianten und häufigen Probleme ist für gleichbleibend hochwertige diagnostische Schnitte unerlässlich.

Hämatoxylin-Chemie

Hämatoxylin ist ein natürlicher Farbstoff aus dem Blauholzbaum. Es muss zu Hämatein oxidiert werden, dem aktiven Färbeagens. Hämatein bindet an Metallbeizen zur Bildung farbiger Lackkomplexe. Alaun-Hämatoxyline (Harris, Gill, Mayer) verwenden Aluminiumsalze als Beize und färben Zellkerne blau.

Eosin-Chemie

Eosin ist ein Xanthen-Farbstoff. Eosin Y ist ein saurer Farbstoff, der an basische Gewebekomponenten bindet — Zytoplasmaproteine, Kollagen, Erythrozyten.

H&E-Färbeprotokoll

Der automatisierte H&E-Färber führt Schnitte durch: Entparaffinierung (Xylol), Hydrierung (absteigende Ethanole), Hämatoxylin (3-8 Minuten), Bläuen (alkalisches Wasser), Eosin (1-3 Minuten), Entwässerung (aufsteigende Ethanole), Aufhellung (Xylol) und Eindeckeln. Der Gesamtzyklus beträgt etwa 30-45 Minuten.

Fehlerbehebung

Blasse Kernfärbung — Hämatoxylin erschöpft oder Färbezeit unzureichend. Schlammige Kerne — Färbezeit zu lang, Bläuung unzureichend. Eosin übermächtigt Hämatoxylin — Eosin-Konzentration zu hoch. Kern- und Zytoplasmafärbung beide schwach — Schnitt zu dünn oder Gewebe überfixiert.

Qualitätskontrolle

Tägliche QK umfasst einen Kontrollschnitt mit bekannter Kern- und Zytoplasmadetail, Beurteilung von Kontrast und Gleichmäßigkeit. H&E-Lösungen sollten regelmäßig gewechselt werden.