Personalschulung und Kompetenzbewertung sind wesentliche Elemente des Laborqualitätsmanagements. Akkreditierungsstellen wie ISO 15189 und ISO 17025 verlangen dokumentierte Nachweise, dass alle Mitarbeiter für ihre zugewiesenen Aufgaben qualifiziert sind. Die Schulung stellt anfängliche Kompetenz sicher, und die fortlaufende Bewertung verifiziert die dauerhafte Kompetenz.
Der Schulungsprozess beginnt mit einem aufgabenspezifischen Schulungsplan. Neue Mitarbeiter durchlaufen eine Einarbeitung, die Laborsicherheit, Qualitätspolitik, Standardarbeitsanweisungen und das Qualitätsmanagementsystem umfasst. Die technische Schulung adressiert die spezifischen Methoden, Instrumente und Analysen, die der Mitarbeiter durchführen wird. Die Schulung erfolgt durch beaufsichtigte Praxis, Leseaufgaben, Videoanleitung und formelle Kurse.
Jeder Auszubildende arbeitet unter der direkten Aufsicht eines qualifizierten Trainers. Der Trainer demonstriert jedes Verfahren, beobachtet den Auszubildenden bei der Durchführung und gibt Feedback. Schulungsaufzeichnungen dokumentieren Datum, Verfahren, Trainernamen und die Leistung des Auszubildenden. Die Schulungsdauer variiert je nach Komplexität von Tagen für Routineverfahren bis zu Monaten für spezialisierte Techniken.
Die anfängliche Kompetenzbewertung erfolgt am Ende der Schulung vor Beginn der selbstständigen Arbeit. Die Bewertung umfasst die direkte Beobachtung der Routinearbeit, die Überwachung der Aufzeichnung und Berichterstattung, die Überprüfung von Arbeitsaufzeichnungen, die Bewertung von Problemlösungsfähigkeiten und die Bewertung der Testleistung durch Analyse bekannter Proben oder Qualitätskontrollmaterialien.
Die fortlaufende Kompetenzbewertung wird in definierten Intervallen durchgeführt, typischerweise halbjährlich oder jährlich. Methoden der Kompetenzbewertung umfassen die direkte Beobachtung der Testleistung, die Überwachung der Qualitätskontrolle, die Überprüfung der Teilnahme an Ringversuchen, die Bewertung von Gerätewartungsaufzeichnungen, schriftliche oder mündliche Prüfungen und die Bewertung von Problemlösungs- und Fehlerbehebungsfähigkeiten.
Korrekturmaßnahmen werden eingeleitet, wenn Kompetenzmängel festgestellt werden. Nachschulung adressiert spezifische Lücken. Die Neubewertung verifiziert die Verbesserung. Mitarbeiter mit anhaltenden Mängeln können von der Durchführung bestimmter Verfahren ausgeschlossen werden, bis die Kompetenz nachgewiesen ist. Aufzeichnungen der Kompetenzbewertung werden als Teil der Personalakte aufbewahrt.
Die Fortbildung erhält und erweitert das Wissen der Mitarbeiter. Labore unterstützen die Teilnahme an Konferenzen, Workshops und Webinaren. Interne Schulungsveranstaltungen adressieren neue Methoden, aktualisierte Verfahren und regulatorische Änderungen. Die Kreuzschulung in mehreren Bereichen erhöht die Flexibilität des Labors.